Market & Business Development

Im Jahr 2025 hat das Team Market & Business Development seine Rolle als bevorzugte Schnittstelle zwischen den wichtigsten wirtschaftlich-industriellen Themen, die das Verhältnis zwischen Italien und Deutschland prägen, und den Unternehmen beider Länder innerhalb ihrer jeweiligen Wertschöpfungsketten weiter gefestigt. Dank des täglichen Dialogs mit Unternehmen und Institutionen hat sich das Team zunehmend als verbindendes Element etabliert, das in der Lage ist, Trends zu interpretieren, Chancen zu erkennen und diese in konkrete Initiativen zum Nutzen der verschiedenen Stakeholder zu übersetzen. In einem Kontext, der durch eine neue Dynamik in der Regierungskooperation geprägt ist, haben wir weiterhin strategische und innovationsintensive Sektoren betreut und dabei unser Serviceportfolio aufgewertet – mit dem Ziel, Kooperationen zu fördern, Investitionen anzuziehen und neue Geschäftsmöglichkeiten frühzeitig zu erkennen.

Drei strategische Themen standen im Mittelpunkt der im Rahmen des Markterschließungsprogramms (MEP) des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWE) finanzierten Matchmaking-Initiativen zwischen deutschen und italienischen KMU. Das erste Projekt betraf die Bauwirtschaft, mit besonderem Fokus auf die Chancen, die der italienische Markt für deutsche Handwerksbetriebe bietet. Die Geschäftsanbahnungsreise ermöglichte es acht deutschen Unternehmen, sich mit italienischen Akteuren der Gebäudesanierung – mit besonderem Augenmerk auf Umweltverträglichkeit – auszutauschen und den Wert der deutsch-italienischen Komplementarität in einem sich stark wandelnden Sektor hervorzuheben.

Der zweite Schwerpunkt galt dem Bahnsektor, heute einer der wichtigsten strategischen Bereiche der wirtschaftlich-industriellen Zusammenarbeit zwischen Italien und Deutschland. Nach dem regionalen Fokus 2024 auf Baden Württemberg haben wir 2025 eine Initiative auf nationaler Ebene umgesetzt, an der 15 KMU teilgenommen haben und die mit den bedeutenden italienischen Investitionen in Bahninfrastruktur und Schienenfahrzeuge verknüpft war.

Zudem haben wir ein Jahresprojekt zu Medtech und E-Health-Technologien gestartet, im Rahmen dessen wir 2026 zehn deutsche KMU bei der Entwicklung ihres Geschäfts in Italien begleiten werden. Die Initiative entstand vor dem Hintergrund der erheblichen italienischen Investitionen in die Modernisierung des Gesundheitssystems, die diesen Bereich zu einem der dynamischsten im bilateralen Kontext machen.

Im Laufe der drei Initiativen wurden über 150 Einzelgespräche zwischen deutschen Unternehmen und italienischen Vertriebs- bzw. Projektpartnern organisiert.

Im Rahmen unserer Aktivitäten zur Förderung der Beziehungen zwischen deutschen KMU und dem System der Vereinten Nationen – einem der weltweit größten Einkäufer von Waren und Dienstleistungen – lag unser Fokus im vergangenen Jahr insbesondere auf den Bereichen Agritech und Ernährungssicherheit. Im ersten Bereich haben wir neun Procurement Officer aus vier verschiedenen UN-Organisationen zur Messe Agritechnica begleitet. Im Rahmen der Initiative konnten nahezu 50 Treffen zwischen UN-Einkäufern und deutschen Unternehmen stattfinden, die sich als potenzielle Lieferanten vorstellen wollten und technologische Lösungen für Ernährungssicherheit und nachhaltige Landwirtschaft präsentierten. Außerdem haben wir UNIDO ITPO Germany bei der Organisation einer Mission zum Thema Ernährungssicherheit unterstützt, mit dem Ziel, Verbindungen zwischen italienischen und deutschen Unternehmen sowie den in Italien ansässigen UN-Organisationen zu fördern. Die Initiative trug dazu bei, die Rolle Italiens als Hub des multilateralen Systems im Ernährungs- und Agrarindustriebereich zu stärken.

Im Laufe des Jahres haben wir außerdem zwei Market Scouting Missionen in Italien organisiert: eine für Unternehmen aus Schwaben und eine für eine Delegation politischer Vertreter aus Nordrhein-Westfalen, wobei letztere dem Luftfahrt- und Raumfahrtsektor gewidmet war. Beide Initiativen bestätigten das wachsende Interesse der deutschen Bundesländer an der italienischen Industrielandschaft und ihren Spitzenleistungen.

Das Jahr 2025 war auch geprägt von der Schaffung hochrangiger Diskussionsräume zwischen Unternehmen und Institutionen beider Länder. Wir haben zwei strategische Veranstaltungen in Mailand und Stuttgart organisiert, die große deutsche Konzerne mit Präsenz in Italien und große italienische Konzerne mit Präsenz in Deutschland sowie KMU und Hidden Champions beider Wirtschaftssysteme auf einer Bühne zusammenführten. Im Mittelpunkt standen der industrielle und wettbewerbliche Wert der deutsch-italienischen Beziehungen sowie die zentralen Themen der bilateralen Zusammenarbeit. Von großer Bedeutung waren auch unsere Aktivitäten im Bereich der Investitionen. Zur Förderung deutscher Investitionen in Italien haben wir eine Roadshow in Norditalien für das Saarland organisiert, um die Region und ihre Ansiedlungsmöglichkeiten vorzustellen. Hinsichtlich italienischer Investitionen in Deutschland hat sich die Zusammenarbeit mit ICE weiter gefestigt und sich zu einem gemeinsamen, organischen und äußerst effektiven Unterstützungsmodell entwickelt.

Als Antwort auf die tiefgreifende Transformation der deutschen Automobilindustrie haben wir ein Projekt zur industriellen Umstellung italienischer Unternehmen entwickelt, die traditionell als Zulieferer im Automotive-Bereich tätig sind. In diesem Rahmen haben wir eine Delegation von Unternehmen der Confindustria Vicenza nach Bayern begleitet, damit sie sich als potenzielle Lieferanten eines großen deutschen Maschinen- und Geräteherstellers präsentieren konnten und so neue, technologisch anspruchsvolle Wertschöpfungsketten erschließen.

Innovation blieb weiterhin eine der Säulen unserer Tätigkeit. In Partnerschaft mit INC Innovation Center haben wir die individuelle Unterstützung italienischer und deutsch-italienischer Unternehmen in ihren Technology Scouting und Innovationsprozessen fortgesetzt. Zudem haben wir die achte Ausgabe von Business meets Innovation organisiert, unserem Open Innovation Wettbewerb, der 2025 dem Thema sustainable City gewidmet war, und damit unser Engagement bestätigt, den Austausch zwischen dem Innovationsbedarf großer Unternehmen unserer Business Community und dem Angebot des italienischen Startup-Ökosystems zu fördern.

Parallel zu vertikalen Projekten haben wir zahlreiche deutsche und italienische Unternehmen weiterhin beim Aufbau ihrer Vertriebsnetze in den jeweiligen ausländischen Zielmärkten unterstützt. Die Projekte zur Suche nach Geschäftspartnern und zur Lead Generierung betrafen unterschiedliche, aber strategische Sektoren und bestätigten die zentrale Bedeutung unserer individuellen Beratung.

Schließlich haben wir 2025 die Zusammenarbeit mit dem German Design Council weiter ausgebaut, unsere offizielle Vertretung für Italien erfolgreich fortgeführt und zur Verbreitung der deutschen Designkultur beigetragen, die international für Innovation, Nachhaltigkeit und Qualität anerkannt ist.

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